Wintergeschichten

   „Wintergeschichten“ mit Gudrun Fischer-Santelmann

Schon beim Eintreffen im Kulturzentrum „mittendrin“ waren lebhafte Gespräche im Gang und die Vorfreude auf die plattdeutsche Lesung war zu spüren. Rechtzeitig zur Veranstaltung waren Straßen und Bürgersteige nach den heftigen Schneefällen wieder frei, so, dass die Seniorinnen und Senioren sich gerne auf den Weg gemacht haben. Und Gudrun Fischer-Santelmann versprach einen „hyggeligen Namiddach, dat Woort gifft dat in Skandinavien un heet so vääl as Gemütlichkeit“ und die stellte sich bei Kaffee, Keksen und der ersten Geschichte um die Umtauschaktion des mickrigen Weihnachtsbaums, bei dem einfach „keen Wiehnachsgefeuhl“ aufkommen wollte, auch ein.

Durch die Geschichte über die Handarbeitsgruppe ihrer Oma weckte sie Erinnerungen an selbstgewebte Handtücher, Häkelspitzen, geknüddelte Strümpfe, Pullover und kratzige Leibchen. Auch der Seniorenbeirat bietet neuerdings einen Nähtreff an. Denn das, was mit den Händen geschaffen wird, ist auch förderlich für den Kopf und die Sprachentwicklung. Diese Erfahrung konnten die Teilnehmenden selbst machen, denn gemeinsam wurde „Min Leevsten“ und „De Maand lücht still von’n Häben“ gesungen und Gudrun Fischer-Santelmann begleitete auf der E-Gitarre.

Bei der traumhaften Silvesterfahrt mit der Pferdekutsche durch die verschneite Puderzuckerlandschaft wäre man zu gerne selbst dabei gewesen.

Leider verging die Zeit bei all den Geschichten viel zu schnell, aber wer neben einem Lächeln im Gesicht auch von dem „hyggeligen Gefeuhl“ noch etwas mit nach Hause nehmen wollte, hatte Gelegenheit, vom Büchertisch den passenden Titel zu wählen.

Andreas Perdikomatis bedankte sich bei Gudrun Fischer-Santelmann im Namen des Seniorenbeirates mit einem Blumenstrauß für die gelungene Auswahl an plattdeutschen „Wintergeschichten“.